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Aktienfonds als Kapitalanlage
Viele Anleger blicken noch mit Schrecken auf das letzte
Jahrzehnt an der Börse zurück. Gleich zwei Mal innerhalb weniger
Jahre schossen die Kurse vieler deutscher Aktien in die Höhe, um
kurze Zeit später wieder einen großen Teil ihres Wertes zu
verlieren. Selbst vermeintlich solide Standardwerte, wie sie
beispielsweise im deutschen Leitindex DAX enthalten sind,
erlitten zeitweise hohe Verluste und büßten zum Teil deutlich
mehr als die Hälfte ihres Wertes ein. Auch die Aktienfonds als
Kapitalanlage haben in der Vergangenheit unter diesen
Entwicklungen gelitten. Vor allem diejenigen Anleger, die einen
ungünstigen Zeitpunkt für den Einstieg in Aktienfonds als
Kapitalanlage gewählt haben, sitzen heute noch immer auf
teilweise sehr hohen Verlusten. Es ist also kein Wunder, dass
das Image von Aktienfonds als Kapitalanlage angekratzt ist.
Gute Renditen möglich
Der Einstiegszeitpunkt ist bei Aktienfonds als Kapitalanlage
natürlich von enormer Wichtigkeit. Wer zum richtigen Zeitpunkt
kauft und verkauft, der kann mit Investmentfonds auch viel Geld
verdienen. Um einen vergleichsweise günstigen Zeitpunkt zu
erwischen muss man allerdings kein Experte sein und auch nicht
Tag und Nacht die Kursbewegungen an den Märkten beobachten.
Gerade Investoren, die langfristig denken und über viele Jahre
in Investmentfonds anlegen wollen, sollten im Zweifel regelmäßig
mit einem Sparplan Anteile an Investmentfonds erwerben, um auf
diese Weise vom sogenannten Cost Average Effekt zu profitieren.
Dieser Effekt ist nichts anderes als der Erwerb der Anteile zum
langfristigen Durchschnittskurs. So erwirbt man die
Investmentfonds zwar nicht zum Tiefstpreis, kann sich aber auf
der anderen Seite auch sicher sein, nicht zum schlechtesten Kurs
eingestiegen zu sein. Eine Taktik, die sich langfristig auf
jeden Fall bezahlt macht. Weitere Informationen zum Thema
Geldanlage finden Sie unter:
www.online-finanzen.info
Steuerlich nicht mehr so attraktiv wie früher
Noch bis Anfang 2009 war die Anlage in Investmentfonds vor allem
für sehr langfristig denkende Investoren sehr attraktiv. Das hat
sich mit der Einführung der Abgeltungssteuer geändert. Denn mit
dieser ist zeitgleich auch die sogenannte Spekulationsfrist
weggefallen, die es Anlegern bis dahin ermöglichte, Kursgewinne
aus Wertpapiergeschäften komplett steuerfrei zu vereinnahmen,
wenn diese mindestens über einen Zeitraum von einem Jahr
gehalten wurden. Die aktuelle steuerliche Situation sieht
allerdings vor, dass sämtliche Kapitalerträge einer pauschalen
Steuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und
Kirchensteuer unterliegen und zwar unabhängig von der
Haltedauer. Gerade Anleger die langfristig investieren, sollten
sich deshalb überlegen, ob Investmentfonds wirklich noch eine
attraktive Kapitalanlage darstellen. Allerdings soll auch die
steuerliche Situation nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich
mit Investmentfonds doch noch immer die Möglichkeit bieten, eine
höhere Rendite zu erzielen als mit vielen herkömmlichen
Anlageprodukten, wohlgemerkt bei entsprechenden Risiken.

